Allergologie
Die Nase läuft, die Augen jucken, das Atmen fällt schwer – fast jeder Dritte ist inzwischen betroffen.
Typische Beschwerden
Allergische Rhinokonjunktivitis
Primär: Niesen, Juckreiz, Sekretion, Obstruktion.
Sekundär: Husten, Halsschmerzen, Mundatmung, Konzentrationsstörungen.
Wichtig: Allergien können mit Asthma zusammenhängen.
Allergisches Asthma
Pfeifende Atmung (Giemen) und Husten (häufig nachts) können Hinweise sein.
- Entzündung der Bronchien
- erschwerte Luftpassage
- häufig Schleimsekretion (Husten)
Wann ist eine Allergiediagnostik sinnvoll?
Zum Beispiel bei wiederkehrenden oder chronischen Beschwerden wie:
- Nasenatmungsbehinderung
- chronischer Rhinosinusitis (mit/ohne Polypen)
- chronischer Konjunktivitis
- trockenem Hustenreiz
- Urtikaria / Angioödemen
- Asthma / chronischer Bronchitis
So läuft die Diagnostik bei uns ab
- Anamnese: Symptom-Fragebogen & ärztliches Gespräch (inkl. mitgebrachter Vorbefunde).
- Basis-Diagnostik: Prick-Test, Rhinomanometrie, ggf. Lungenfunktion.
- Bei Bedarf: spezifisches IgE im Blut und/oder nasale Provokation.
Behandlung: was hilft wirklich?
Die Therapie wird individuell an deine Beschwerden und die Auslöser angepasst. Häufig kombinieren wir mehrere Bausteine:
Allergenkarenz
Hausstaubmilben:
- Encasing (milbendichte Bettwäsche)
- Teppiche und Vorhänge reduzieren
- Staubsauger mit Feinfilter
- häufig lüften, Zimmertemperatur ca. 18–19°C
Haustiere: In manchen Fällen ist das Entfernen des Tieres notwendig.
Nahrungsmittel: Kreuzallergene meiden (je nach Befund).
Symptomatische Behandlung
Antiallergische Medikamente verfolgen typischerweise zwei Ziele:
- Symptome verringern
- Entzündungen reduzieren
Beispiele sind Antihistaminika, Corticosteroide oder weitere antientzündliche Optionen – wir beraten dich passend zu deinem Befund.
Spezifische Immuntherapie (SIT)
Die SIT (Hyposensibilisierung) reduziert die Empfindlichkeit gegenüber dem Allergen und gilt als präventive und kurative Behandlungsmethode bei allergischen Erkrankungen.
- kann den „Etagenwechsel“ von Rhinitis zu Asthma verhindern
- kann Neu- oder Mehrfachsensibilisierungen entgegenwirken
- wird ärztlich verordnet und strukturiert durchgeführt
Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt in der Regel die Kosten.
Tipps bei Pollenallergie
- In der Pollensaison Picknicks und Spaziergänge möglichst vermeiden.
- In der Pollensaison lieber abends lüften (morgens ist oft die Belastung höher).
- Nach Spaziergängen Haare waschen und Kleidung wechseln.
- Beim Autofahren Fenster möglichst geschlossen halten; Pollenfilter nutzen.
- Bei Bedarf lieber Klimaanlage nutzen statt Fenster weit zu öffnen.
Du möchtest Klarheit?
Wir helfen dir, Auslöser zu identifizieren und eine passende Therapie zu finden – damit Allergien dich im Alltag weniger einschränken.